Website vs. Social Media?
Artikelformat

Website vs. Social Media: Lohnt sich eine eigene Homepage? Oder reicht Facebook? [12 Gründe]

Soziale Netzwerke bieten jede Menge Möglichkeiten, das eigene Unternehmen zu vermarkten. 12 Gründe, warum es sich trotzdem lohnen könnte, auf eine eigene Homepage zu setzen – und warum „Website vs. Social Media“ womöglich die falsche Fragestellung ist.

Sie haben den Entschluss gefasst, sich und Ihr Unternehmen oder Ihren Service im Internet zu präsentieren? Da stehen Ihnen nun eine ganze Bandbreite an Optionen offen – und viele Gelegenheiten sich zu verzetteln.

Eine eigene Homepage ist eine naheliegende Idee. Häufig haben sich Mittelständler ohnehin die Internetadresse gesichert, damit die E-Mail-Adressen den Namen der Firma in sich tragen. Wem info@moebel-glinski.de schon gehört, der verfügt meist auch über die Domain www.moebel-glinski.de.

Vielleicht sind Sie bei Ihrem Adress-Anbieter ja auch schon über den Webseiten-Baukasten gestolpert, bei dem man angeblich mit nur ein paar Klicks die eigene Homepage aus der Taufe heben kann. So richtig ansprechend sind die so zusammengeschusterten Internetseiten in der Regel nicht.

Social Media: Von Hause aus hübsch und leicht zu bedienen – also besser?

Demgegenüber können soziale Netzwerke wie Facebook oder Xing meist direkt mit einer ansprechenden – oder zumindest gelernten – Optik überzeugen. Wer sich neu anmeldet, wird an die Hand genommen: hier den Namen eintragen, da ein Bild hochladen, jetzt noch ein paar Fragen beantworten und schon macht das Profil richtig was her.

Es sieht zwar aus wie alle anderen, aber immerhin nicht fundamental schlechter – Ausnahmen bestätigen die Regel…

Außerdem verfügen solche Netzwerke oft über mobile Apps. So lassen sich kurze Sinnsprüche oder unterwegs geschossene Fotos direkt per Smartphone hochladen und veröffentlichen. Zack! Schon ist Leben in der Bude und die Likes und Sternchen können kommen.

Während Firmen-Websites häufig einen verstaubten Eindruck machen und der letzte Beitrag auch gerne mal mehrere Jahre zurückdatiert, lassen sich Social Media oft einfacher bespielen.

Zwar würden dieselben Bilder und Texte von der Länge einer Kurznachricht auch eine Homepage bereichern, doch die Hürde zur Veröffentlichung liegt oft ein bisschen höher. Zudem bekommen dieselben Inhalte auf der Homepage in der Regel weniger Reaktionen.

Auf Facebook, Instagram oder Twitter sind die Leute meist ohnehin eingeloggt und die Kommentier- sowie Bewertungsfunktionen so einfach zu handhaben, dass sie zu mehr Austausch einladen. Soziale Interaktion ist hier quasi direkt im Teig mit eingebacken.

Was spricht also trotz all der Vorteile von Social Media für die Investition in eine eigene Website?

12 Gründe, warum auch Mittelständler eine Homepage haben sollten:

  1. 👑 Ihre Homepage gehört Ihnen. Sie bestimmen die Spielregeln und treten nicht automatisch Rechte – zum Beispiel an Bildern – an ein fremdes Unternehmen ab.
  2. 👩‍🎨 Sie sind in der Gestaltung der eigenen Website wesentlich freier als innerhalb der rigiden Grenzen der sozialen Netzwerke. Sie können auf Facebook zwar Ihr Logo einbinden, aber Facebook wird immer aussehen wie, nunja, Facebook.
  3. 📝 Häufig müssen Sie in Ihrem Leben als Privatperson eine Adresse angeben. Im Berufsleben ist das Nennen der Internetadresse ebenso normal.
  4. 🔓 Webseiten sind für alle zugänglich, die über einen Internetanschluss verfügen. Mit einer Facebook-Seite grenzen Sie Menschen aus, die dort nicht angemeldet sind.
  5. 🙋 Einige Seiten wie die Bewertungsportale Yelp oder Trip Advisor sind auch für nicht Registrierte zugänglich und damit genauso öffentlich wie eine eigene Website. Allerdings strahlt ein Google-Treffer zur eigenen Seite mehr Seriosität aus als der Link zu einem Drittanbieter.
  6. 🏃🏽🏃🏽🏃🏽 Angenommen, Ihre Zielgruppe bewegt sich tatsächlich in dem Netzwerk, das Sie für Ihre Online-Kommunikation ausgesucht haben… Wissen Sie, wie lange noch? Wird es die Plattform auch übermorgen noch geben? Oder ist ein neues Medium bald schon interessanter?
    Als Instagram Facebook Konkurrenz machte, wurde es von Facebook einfach aufgekauft. Bei Snapchat gelang das nicht. Dafür setzt Facebook nun alles daran, den neuen Wettbewerber durch identische Funktionen überflüssig zu machen.
  7. ❌🙈 Auch wenn die Plattform Bestand hat, kann sich der Zugang zur Zielgruppe in Luft auflösen. Eine Algorithmusänderung später und schon werden die von Ihnen verfassten Beiträge Ihren „Fans“ gar nicht mehr angezeigt.
    In den letzten Jahren drängten immer mehr Firmen und Verlage zu Facebook mit dem Ergebnis, dass die Nutzer immer weniger Neuigkeiten von ihren Freunden und Familien angezeigt bekamen, dafür aber immer mehr kommerzielle Angebote. Die Attraktivität des Portals nahm ab.
    Damit sich die Nutzer nicht abwenden, beschloss Facebook kurzerhand, nur noch dann die privaten Beiträge mit kommerziellen zu unterbrechen, wenn dafür bezahlt wird. Und schon sind die Firmen gezwungen, ihre Ressourcen anders einzusetzen.
  8. ⬅➡ Soziale Netzwerke sind daran interessiert, dass deren Nutzer und Nutzerinnen möglichst viel Zeit bei ihnen verbringen. Das ist nur selten deckungsgleich mit Ihrem Anliegen, neue Kunden zu gewinnen.
  9. 🏘➡🏠 Sie können Ihre komplette Website umziehen oder aus zwei alten eine neue machen. Follower und Fans lassen sich dagegen nicht so leicht von einer Plattform zur nächsten mitnehmen.
  10. 👨🏾‍⚖️📜✅ Selbst wenn Sie das Hauptaugenmerk Ihrer digitalen Aktivitäten auf Portale wie Instagram oder Pinterest legen, ist eine eigene Seite hilfreich, um das Impressum angeben zu können. Dazu sind Sie rechtlich verpflichtet.
  11. 🤡🏃🏃‍♀️🏃🏃‍♀️🏃🏃‍♀️Aufmerksamkeit von (potenziellen) Kunden ist gerade im Internet ein rares Gut. Neue Beiträge bei Facebook, Twitter und Co. verschwinden schnell ungesehen zwischen tausend anderen. Wer nicht gezielt danach sucht, wird Ihren Tweet von vorgestern vermutlich nicht mehr zu Gesicht bekommen. Auf Ihrer Homepage haben Sie dagegen die Möglichkeit, Wichtiges dauerhaft präsent zu halten.
  12. 🔍🎓 Auch wenn Sie Social Media erfolgreich nutzen und beispielsweise auf Sonderaktionen wie Rabatte aufmerksam machen… Interessenten schauen sich gerne ergänzend die Website des Anbieters an, um ihren Eindruck zu vervollständigen. Eine Website gibt Vertrauen, dass es einen Anbieter und dessen Angebot tatsächlich gibt und das Geschäft professionell aufgestellt ist.

Website vs. Social Media?

Oder doch eher die Homepage als Zentralgestirn, um das soziale Netzwerke wie Satelliten kreisen…

All diese Argumente müssen nicht gegen ein Engagement auf Social Media sprechen. Ganz im Gegenteil. Suchmaschinen sind nur ein Kanal, um im Netz auf sich aufmerksam zu machen.

Website Zentralgestirn, Social Media Satelliten

Soziale Netzwerke sind ein weiterer – dominanter – Treiber für mehr Sichtbarkeit. Beides lässt sich hervorragend miteinander verbinden, um Menschen zu erreichen und vom eigenen Service zu überzeugen.

Doch sollten Sie die eigene Website als Basis der digitalen Kommunikation verankern und sie im Zusammenspiel der Online-Kanäle in den Mittelpunkt stellen.

Summary
Website vs. Social Media: 12 Gründe für die Homepage statt Facebook
Article Name
Website vs. Social Media: 12 Gründe für die Homepage statt Facebook
Description
Soziale Netzwerke bieten jede Menge Möglichkeiten, das eigene Unternehmen zu vermarkten. 12 Gründe, warum es sich trotzdem lohnen könnte, auf eine eigene Homepage zu setzen – und warum "Website vs. Social Media" womöglich die falsche Fragestellung ist.
Author
Publisher Name
lahr-eigen.de
Publisher Logo

4 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, mit welchem Aufwand Unternehmen teilweise hochwertige Inhalte produzieren, nur um diese in einem kurzen Strohfeuern auf den Socials abzufackeln und Aufnimmerwiederfinden in die digitalen Untiefen der Datenbanken zu verabschieden.

    Dass es für Privatpersonen ein Hürde darstellt eine eigene Webseite zu erstellen und zu pflegen, kann man ja noch nachvollziehen. Aber dass eigentlich rational handelnde Wirtschaftsunternehmen mit ausreichend Ressourcen, Zeit & Energie an Werbeunternehmen verschenken ist manchmal schwer nachzuvollziehen.

    Warum nicht zuerst selbst veröffentlichen und dann bei den Sozialen zweitverwerten?

    Reclaim the Internet !

    Antworten

    • Danke @tbm. Wer auf einem Social-Media-Kanal wirklich fit ist, der darf gerne auch exklusiv dafür produzieren. Ich hab auch schon Leute direkt aus Instagram verkaufen sehen. Das waren dann aber Mode-Accessoires, die Lust drauf gemacht haben, im Laden vorbeizuschauen. Aber wenn ich meinen Online-Shop bewerben oder längerfristig gefunden werden will, geht für mich die eigene Website vor

      Antworten

    • Danke für den Quelle tbm.

      „Wichtig bleibt beim Recruiting die Karrierewebsite von Unternehmen. […] Die Karrierewebsite ist bei schlechter Qualität gleichzeitig eine Gefahr aus Sicht der Recruiter: Sie ist die Nummer eins im Vergraulen von möglichen Bewerbern. Ist sie unübersichtlich oder schlecht designt, kann das zum Abbruch von geplanten Bewerbungen führen. Jeder zweite befragte Student gab an, aus diesem Grund schon einmal eine Bewerbung abgebrochen zu haben.“

      Antworten

Schreibe eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Seite nutzt Akismet zur Spam-Reduzierung. Mehr über die Verarbeitung von Kommentardaten erfahren.